Weihnachtssingen auf dem Tivoli 2017

Tivoli-Weiihnachtssingen-2017
Weihnachtssingen auf dem Tivoli

Am 17. Dezember 2017 veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Aachen und die Alemania Fan-IG, sowie der Eurogress Aachen das jährliche Weihnachtssingen auf dem neuen Tivoli in Aachen.

Das Weihnachtssingen fand zum fünften mal statt und zum ersten mal wurden Tickets verkauft um Geld in die leeren Kassen der Alemania zu bringen.

Es kamen 21.505 Besucher. Leider war der Stadion nicht voll besetzt.

Am Eingang bekamen wir Singheftchen und eine Kerze. Dank einer Einladung der Firma gypsylon Software durften wir gemeinsam den Abend in einer Loge geniessen mit bereitgestellten Buffet und den besten Blick auf die Bühne.

Schon das Vorprogramm mit einem Posaunenchor, Kinder- und Jugendchor, dem Gospelchor und Instrumentalvrein war sehr beeindruckend.

Bevor es richtig los ging kam das Friedenslicht aus Bethlehem und es wurde das Glockengeläut des Aachener Doms abgespielt – atemberaubend!

„Freue dich Welt, dein König naht…“ erstmal instrumentalisch, danach begrüßten die 21.505 Stimmen die Herren Gerd Mertens, Siegmar Müller und Robert Moonen. Die Spannung stieg, da das Stadion schien im Kerzenlicht und Jupp Ebert sang wie ein Weltstar „Have I told you“. Wir fühlten uns wie in einem besonderen Konzert mit einer sentimentalen Stimmung. Neben den ganz bekannten Liedern wie „Kling Glöckchen, klingelingeling“, „Leise rieselt der Schnee“, und „ Alle Jahre wieder“ sangen wir auch die Vereinshymnen der Alemania Aachen „Wir sind Aachen“ und „Du bist ein Stolz und meine Liebe, TSV“ mit Begleitung vom lauten trommeln einiger Fans. Aber auch für mich weniger bekannte Lieder wie „Macht hoch die Tür“, „Tochter Zion“ oder „Stern über Bethlehem“ haben alle 21.505 Stimmen , dank des tollen Heftes singen können. Zu unserer großen Beglückung kam auch das Stück „Feliz Navidad“ , wo die Kinder unserer mexikanischen Freunde ihren Spaß hatten, und den ganzen Text ohne Liederheft singen konnten – eine erfreuliche Aussicht für die ganze Firma gypsylon und auch die benachbarten Logen.

Beeindruckt hat uns besonders der Chor der Gospelhaus International Chapel Aachen , der von Nicholas Doudu geleitet wurde. Herr Doudu hat das ganze Publikum mit seiner Musik im Blut, geweckt und animiert zum mitmachen. Er brachte Bewegung und wieder etwas Wärme in die Beine.

Wir fanden zum Teil die Akustik einfach zu laut, ein wenig leiser wäre stimmungsvoller gewesen. Auch das Licht hätte man auslassen können, durch das Kerzenlicht konnte jeder seinen Liedertext sehen, und die besondere Atmosphäre im Stadion wäre noch eindrucksvoller gewesen, aber Sicherheit geht vor.
Wir sind mit einem seligen Gefühl nach Hause gefahren und kommen nächstes Jahr garantiert wieder. Jeder konnte mal in sich gehen und zur Ruhe kommen oder einfach nur die Atmosphäre genießen. Es war eine wunderbare Mischung aus Stimmen und Stimmung. Wir sind so dankbar für solche Momente, wo jeder, egal ob schwarz oder weiss, jung oder alt, arbeitslos oder Geschäftsmann, Kosmopolit oder Bauerntölpel, eins waren und im Namen des Gottes oder für Gott gesungen haben.

Es wurde an diesem Abend ca. sieben Tausend Euro gespendet.

Voraussichtlich finden wir uns wieder auf dem Tivoli zum nächsten Weihnachtssingen zusammen am 23.12.18. Wir hoffen nun auf ein paar „einfachere“ Lieder zum mitsingen für die Kinder.

Polonicus Preis 2017

Die Verleihung  des POLONICUS-Preises 2017 fand zum neunten male im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.

Die Polonicus Preisträgerin in der Kategorie Kultur Agnieszka Holland, auf die ich mich besonders freute, da Sie Filme der besonderen Art produziert, war leider verhindert. Stattdessen kam Ihre Tochter Katarzyna, die mit dem Satz : „Sie werden garnicht merken, dass Agniezka nicht da ist, weil wir uns sehr gleichen“ die Sympathie des Publikums auf Ihrer Seite hatte.

Ganz besonders hervorzuheben war die Rede von dem Polonicus Preisträger in der Kategorie Dialog Werner Jostmeier. Mit voller Leidenschaft und mit Herz sprach er über deutsch – polnische Freundschaften, dass fast in jeder Familie in Deutschland mindestens ein polnischer Vorfahre zu finden sei, über seine Vorfahren, die vielen Kriege und über die Generation die seit über 70 Jahren ohne Krieg im Herzen Europas aufwächst. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und rannte sofort nach der Verleihung auf ihn zu um mich für seine Worte zu bedanken und war ganz überrascht, dass er auch Interesse an mir zeigte, indem er fragte, wer ich bin und was ich mache.

Ich freue mich auch darüber, dass auch ganz „normale“ Bürger solch eine Anerkennung bekommen uns mit dem Polonicus Preis in der Kategorie Polonia ausgezeichnet werden. Frau Aldona Głowacka-Silberner pflegt polnische Traditionen in Hannover und Niedersachsen.

Schon beim betreten des Krönungsaales im Aachener Rathaus bildete sich eine Menschentraube um Lech Wałęsa, dem Star des Abends, der nicht wollte aber musste (nie chcem ale muszem), welcher für sein Lebenswerk mit dem Polonicus Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.
Wie auch zur Zeit seiner Präsidentschaft, da war ich 11 Jahre alt, ist er auch heutzutage kein Mann der großen Worte. Ein: „Ani Be Ani Me Ani Kukuryku“ kam jedoch nicht vor 😉

Hier ein paar persönliche Eindrücke